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STAR UND STERNCHEN: GUIDO HOEHNE

Fotos & Text: Thomas Stelzmann
Location: gebäude.1 fotografie




 

 
"Ich komme aus sehr einfachen Verhältnissen."

Kein Stau auf der A46 von Düsseldorf Richtung Wuppertal.
Auf der Gegenseite schon, ein sehr langer obendrein.

Hoffentlich ist der verschwunden, wenn ich Guido Hoehne nach unserem
Fototermin auf dem Rückweg in Erkrath absetze, wo er einen Auftritt hat,
in einer Schule.


Guido Hoehne ist Zauberer, oder comedy artist. Oder beides.
Gegen den Stau hilft aber auch seine Zauberei nicht.
Er macht Kinder und Erwachsene glücklich, nicht nur von Berufs wegen,
sondern aus Berufung.








Eigentlich hat er etwas anderes gelernt, und war auch gut darin.
Nur nicht glücklich. Chemielaborant ist ein interessanter Beruf,
aber wenn man darin nicht aufgeht, kann ein Beruf auch zur Qual
werden, wenn man ihn für Jahre machen muss.


Heute geht es darum, wo Guido und sein Alter Ego herkommen.
Er kommt aus sehr einfachen Verhältnissen und kennt wie viele von
uns Zeiten, in denen nicht alles selbstverständlich war, in denen
vieles ein großer Wunsch war, und manches auch immer blieb, weil
es zu teuer war.




"Mein erster Zauberkasten, 1978!
Ich wollte nur diesen, keinen anderen."


Den ersten Zauberkasten gab es 1978, ein Geschenk, welches eine
so große Bedeutung hatte, dass Guido einen Kasten als Replik herge-
stellt und mitgebracht hat.






"Meine Mutter hat irgendwie das Geld dafür
zusammenbekommen."


Im Hintergund: Selbstgebastelte goldene Pappsterne als symbolische
Bühnendeko: Genau wie damals, als alles einfach sein musste und
nichts kosten durfte.







Sich auf die Zauberei zu konzentrieren, war der Auszug aus der
Komfortzone, hinein in die Unwägbarkeiten der Selbstständigkeit,
mit allen Vor- und Nachteilen. Der Gedanke, ob das richtig war
oder nicht, ob man nicht unbeschwerter hätte leben können, der
kommt immer wieder.








Wenn Guido diesen Umhang und den Anzug von früher trägt, passiert
auch etwas mit seinem Gesicht. Die zweite Hälfte von Guido führt nun
die Regie, und es ist faszinierend zu sehen, wie nach der Nummer der
andere Guido wider zum Vorschein sein kommt.


Meine Aufgabe heute besteht darin, die beiden Teile von Guido wieder
zusammenzufügen, für ein Plakat, und generell, weil mich der Mensch
interessiert.







Es dauert nicht lange, dann sind wir durch und haben alles im Kasten.


Irgendwie gleichen wir uns ein bißchen.
Beide nicht aus "reichem Hause", kein gerader Lebensweg oder -entwurf.
Die größte Ähnlichkeit aber betrifft unsere Werkzeuge. Wir beide laufen
mit einem Zauberkasten durch die Gegend.

Seiner macht Menschen glücklich, meiner hält die Zeit an.

Beides ist irgendwie...Zauberei.



-> comedyartist.de




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