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(T)RAUMGEFÜHL: DIE LETZTEN IHRER ART

Fotos & Text: Thomas Stelzmann
Location: gebäude.1 fotografie (alt)




 

 
"Das Ding wiegt etwa 7 Tonnen."

Groß sollte sie damals werden, und groß ist sie geworden.
Fast 12m tief, fast 7m breit und knapp 4m hoch war die Hohlkehle von gebäude.1
fotografie in Wuppertal.


Viele fleissige Hände haben sie aus unzähligen Holzbalken, OSB-, Gipskarton und
Fermacellplatten gebaut, und nicht wenige haben sie regelmäßig versaut.


Dass man etwas zwar benutzen kann, es dann aber auch pflegen muss, ist in den
Köpfen vieler offenbar nicht so fest verankert wie der Wunsch, in einer Hohlkehle
zu arbeiten.


Entsprechend oft musste sie gestrichen werden, eine wenig beliebte Arbeit,
die aber sein musste.







Zu den 7 Tonnen, die das Ding ohnehin wog, kamen pro Anstrich 10kg sehr
teure Farbe dazu.

Im April 2015 kam dann die Nachricht.
Die Erbengemeinschaft, denen das Grundstück und die Gebäude, in denen
gebäude.1 fotografie lag, gehörte, hatte sich aufgelöst.
Über eine Teilungsversteigerung hatten die Liegenschaften den Besitzer
gewechselt.


Es wurde von Kündigungen gesprochen, und unsere gebäude.1 fotografie suchte
bereits intensiv nach einem neuen Zuhause.








Eines war klar:  Egal, wo wir hinziehen würden: Wir würden die Hohlkehle
nicht mitnehmen können. Sie passte hier und nur hier hinein. Ihre Tage
waren also gezählt.






Grund genug, noch einmal Bilder zu machen, die man wirklich nur dort machen
konnte. Mit Schattenspielen und genug Raum für deren Gestaltung.






Mein Modell Yasmine und ich machten zwei Termine im Bereich der klassischen
Aktfotografie.






Und bevor jemand fragt: Nein, man den Scheinwerfer nicht kaufen...





Er ist wie die Hohlkehle: Geschichte. Er hat einst den Förderturm der inzwischen
weitestgehend abgerissenen Zeche Lohberg (Dinslaken) angestrahlt. Die Arbeiten zum
Fotoprojekt KEINE KOHLE MEHR haben dazu geführt, dass ich ihn gegen eine Spende zur
Hilfe krebskranker Kinder erwerben konnte.











Ich denke, dass ich diese grandiosen Möglichkeiten der Schatten- und
Lichtgestaltung vermissen werde.












Die Hohlkehle wurde acht Wochen nach diesen Aufnahmen demontiert und
immerhin recycelt. Aus ihr wurden die Grundelemente für Lagerboxen.

Glücklicherweise haben wir es noch mal spüren können, das (T)Raumgefühl.



-> gebaeude1.de




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